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San Diego - Teil 2
America's Finest City
von Petra Siehndel
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Nachdem wir den Ausblick genossen haben, fahren wir mit dem Fahrstuhl wieder hinab, um von der imposanten Empfangshalle Fotos zu schiessen.
Am nächsten Tag besuchen wir
Balboa Park, der grösste städtische Kulturpark in den USA, der 13 Museen, mehrere Kunstgalerien und wundervolle Gärten beherbergt. Uwe kommt auf die verrückte Idee "San Diego's Best Cultural Value" wahrzunehmen, was darin besteht, alle Museen zum Preis von $ 30 zu besuchen (sonst über $ 85). Das ist sogar einem eingefleischten Museenliebhaber wie mir zu dick aufgetragen, zumal von uns an einem Tag zu absolvieren. Das Angebot selbst hat eine Gültigkeit von 7 Tagen. Da das Wetter zu schön ist, um die Zeit in Museen zu verbringen, entschliessen wir uns lediglich für das
Museum of Man und das SDAI - Museum of the Living Artist. Während das erste eine Ausstellung über 4 Mio. Jahre Evolutionsgeschichte präsentiert, bietet das andere dem Betrachter zeitgenössische Kunst. Anschliessend bummeln wir durch die wunderschönen Gärten, die themenspezifisch angelegt sind. Dazu gehören ein Palmen- ein Kakteen- und ein Rosengarten. Uwe ist Kakteenliebhaber und gerät bei den unterschiedlichen und zum Teil kurios wachsenden Pflanzen ganz aus dem Häuschen, während mich der Palmengarten fasziniert.

Die Sonne scheint und wir legen uns nach dem langen Fussmarsch auf die Wiese vor dem Botanischen Garten, der leider geschlossen ist. Gegen 17 hr weht ein kühler Wind und wir entschliessen uns den Heimweg anzutreten. Wir schlendern zum Taxistand und steigen ein. Der Taxifahrer freut sich über meine Begrüssung mit "Hi" und beschwert sich in einem grottenschlechten Englisch über Uwe's fehlende Begrüssung beim Einsteigen. Etwas verwirrt lassen wir den Redeschwall über uns ergehen. Nachdem wir unser Hotel angegeben haben und wir den Park verlassen, fängt der Mann wieder mit merkwürdigen Sprüchen an, die ihn offenbar sehr belustigen, bei uns jedoch nur Ratlosigkeit erzeugen. Uwe's Gesicht, bis dahin immer noch kalifornisch freundlich, nimmt plötzlich einen düsteren Ausdruck an. Indes grüble ich, woher der Mann stammen könnte. Für mich hört sich der Dialekt sehr deutsch an und nachdem Uwe noch auf einen Sprung in einen Supermarkt geht, frage ich ihn direkt. Und siehe da, er stammt aus Bayern. Daraufhin macht er gleich wieder einen seiner dummen Sprüche, indem er mir weiss machen will, er lebe seit zwei Tagen in San Diego und habe in Deutschland für den BND gearbeitet. Solchen Gedankensprüngen kann und will ich nicht folgen und so stimme ich in seine Beheiterung ein. Echt funny seine Schenkelklopfer...Als Uwe zurück kommt und wir unsere Fahrt fortsetzen, brabbelt er in seinem schlechten Englisch weiter vor sich hin - macht Sprüche zu unserem Hotel, gibt sich als Reiseführer indem er uns erzählt, wo wir in San Diego günstig essen können und fährt währenddessen im halsbrecherischem Tempo mit der Ansage, wir sollten rufen, wenn unser Hotel in Sichtweite wäre. Uwe traktiert ihn mit beissendem Hohn im korrekten Englisch, was ihn jedoch noch anstachelt. Ohne Rücksicht auf seine Fahrgäste fährt er die Auffahrt hinauf, übersieht Dellen und so kommen wir wild geschüttelt einige Meter vom Hotel entfernt zum Stehen. Uwe gibt ihm 20 Dollar und frech fragt er, ob er den Rest behalten kann. Natürlich (und schon gar ) nicht für diese Horrorfahrt! Ohne Gruss verschwindet er, immer noch am Lachen, und als wir in unserem Appartement sind entschliessen wir uns diesen Deutschen aus unserer Erinnerung zu streichen.
Am Abend packen wir die Koffer, denn unser Flieger wartet am nächsten Morgen bereits um 7:30 Uhr auf uns. Der Flughafen ist gerammelt voll, aber es geht sehr zügig voran und keine Stunde später gehts zurück nach Salt Lake City und im Anschluss nach San Francisco. Wie schön wieder zu Hause zu sein....
P.S. Es hat fast schon Tradition, dass ich den Bikini umsonst mitgenommen habe...
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